Düsseldorf  |  Entdecken & Erleben

Neues  Aus  Düsseldorf

Eine Stadt ändert ihr Gesicht


Das zentrale Thema von  Düsseldorf | Entdecken und Erleben  steht in engem Zusammenhang mit dem Verhältnis von Stadt und seinen Einwohnern. Die Tradition der Stadt Düsseldorf, ihre bauliche Kultur, die Beschäftigung mit den städtischen Räumen und Ensembles bilden den Hintergrund dieser Seite.

 

Ob Stadt- oder Landschafts-Architektur, ob Tradition oder Moderne, ob Alt oder Neu.

 

Auf  Düsseldorf | Entdecken und Erleben  werden nicht nur die Veränderungen der Stadt Düsseldorf aufgezeigt. Konsequent sollen auch die vorhandenen Landschaftsräume dokumentiert und auf Fotos bewahrt werden.

 

Aus städtebaulicher oder landschaftsgestalterischer, aber auch aus künstlerischer Sicht, werden auf   Düsseldorf | Entdecken und Erleben  Fotos zu finden sein, die über die normale Berichterstattung hinausgehen.

 


KONRAD-ADENAUER-PLATZ 1  Konrad-Adenauer-Platz  Stadtmitte
KONRAD-ADENAUER-PLATZ 1 | Konrad-Adenauer-Platz | Stadtmitte


Düsseldorf droht ein neuer Möbel-Krieg
23.02.2018


Die weitgehend geänderten Pläne des Unternehmers Kurt Krieger für sein Höffner-Möbelhaus in Rath haben bei Bezirkspolitikern und Verwaltung für heftige Irritationen gesorgt. Krieger hatte den Plan für einen Skonto-Mitnahmemarkt neben dem Haupt-Möbelhaus überraschend aufgegeben und will stattdessen nun ein riesiges Logistikzentrum auf dem Gelände errichten. Das bekräftigte er am Mittwochabend bei einer Versammlung in Rath und verknüpfte das Schicksal des Gesamtprojektes mit der Änderung. "Aus heutiger Sicht kann ich nur beides zusammen bauen", sagte Krieger und begründete das mit den geänderten Bedingungen und Herausforderungen für den Handel. Die anwesenden Politiker stellten dagegen in Frage, ob so ein Hochregallager überhaupt umgesetzt werden kann. "Sie können sicher sein, dass wir das in der Bezirksvertretung so nicht genehmigen werden", erklärte etwa Rolf Wieroszewsky (FDP).

"Das hat uns schon ein Stück weit geschockt", sagte auch Planungsdezernentin Cornelia Zuschke über die Pläne. Sie stellte klar, dass das weit fortgeschrittene Planungsverfahren nicht einfach fortgeführt werden kann, wenn mit dem 44 Meter hohen Lager eine komplett neue Komponente dazukomme: "Solche Pläne gehen nicht einfach mal eben so mit." Immerhin habe man immer im Blick gehabt, dass man ein Stück Stadt mit Aufenthaltsqualität schaffen wolle, jetzt müsse man aber neben der Optik des Lagers auch die Auswirkungen durch zusätzlichen Lkw-Verkehr betrachten.

Zuschke bot Krieger an, man könne die Pläne möglicherweise zweiteilen. Auf diese Weise würde die Planung für das Möbelhaus ohne Verzögerung vorangetrieben, während man getrennt davon das Logistikzentrum in allen Schritten prüft. Eine Zustimmung Kriegers scheint aber unwahrscheinlich, weil er dann zunächst ohne Garantie für das von ihm zur Bedingung gemachte Logistiklager bauen müsste.

Die Stimmung zwischen Dezernentin und Unternehmer war hörbar angespannt, Zuschke fühlte sich von Krieger mangelhaft informiert. Während der sich jovial gab und das Gespräch bei der Stadt lobte ("Es war sehr freundlich, ich bin nicht rausgeflogen"), mochte die Planungsdezernentin nicht den Eindruck von Harmonie entstehen lassen: "Es war sehr deutlich!" Sie forderte Verkehrsgutachten und eine präzise Betriebsbeschreibung und betonte, dass die Stadt im Verfahren zügig auf alles regiert habe: "Die Vollbremsung hat jetzt er gemacht."

Auch CDU-Planungsexperte Alexander Fils sprach von einem "kleinen Schock". Er gab sich zwar milde in der Beurteilung des Entwurfs für das verglaste Logistikzentrum ("Ich habe noch nie so ein schönes Hochregallager gesehen"), wies aber darauf hin, dass man von einem etwa 15 Stockwerke hohen Gebäude spreche: "Man muss fragen, ob das der richtige Bau ist direkt an einem Einfallstor für die 300.000 Einpendler in die Stadt." Dazu komme die Frage, ob die Kreuzungen im Umfeld die Aufnahmekapazität für so umfassenden Lieferverkehr hätten. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel, die zu dem Abend geladen hatte, sagte, man müsse auch im Blick halten, ob der Bau halten könne, was die Animation verspreche: "Und dass es kein Trümmerhaufen wird."

 

© 2018 RP Digital


HOTEL CARAT DÜSSELDORF CITY  Oststraße 155  Stadtmitte  2018  Foto Carathotels
HOTEL CARAT DÜSSELDORF CITY | Oststraße 155 | Stadtmitte 2018 © Carat Hotels

Das sind die Newcomer auf dem Düsseldorfer Hotelmarkt

21.09.2015

Die Düsseldorfer Hotellandschaft wächst und ein Ende ist nicht in Sicht. Gibt es überhaupt einen Markt für so viele Übernachtungskapazitäten? Die Experten sind optimistisch. "Die Übernachtungszahlen sind kräftig gestiegen", meint zum Beispiel Uwe Kerkmann, Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung. "Insofern ist der Ausbau des Angebots gerechtfertigt. 4,5 Millionen Gäste logierten 2014 in der Stadt, 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Aber es mehren sich kritische Stimmen, die vor einem Überangebot warnen. Eines ist auf jeden Fall sicher: Der Wettbewerb wird intensiver.

Als Erstes in der Riege der Newcomer eröffnete jetzt gerade offiziell das Holiday Inn Express am Wehrhahn. Julian Gaus, der Stellvertretende Hotel-Manager, ist mehr als zufrieden, dass alles termingerecht fertig geworden ist. 164 modern eingerichtete Zimmer bietet das zentral gelegene Haus.

Um im neuen B&B Hotel zwischen Wehrhahn und dem S-Bahnhof Derendorf einzuchecken, müssen sich die Gäste noch bis Winter 2015 gedulden. Auf der Toulouser Allee 2-4 entstehen 99 Zimmer und insgesamt 189 Betten. Newcomer Nummer drei entsteht auf der Immermannstraße. Sie gewinnt zunehmend an Bedeutung und entwickelt sich zu einer prosperierenden Lage, mit einem Mix aus Gewerbe und Wohnen. PDI Property Development Investors GmbH baut hier zurzeit ein neues Vier-Sterne-Hotel mit dem renommierten Hotelbetreiber Lindner Hotels & Resorts als Pächter. Das Unternehmen plant, 2016 mit einem ganz neuen Konzept in der Landeshauptstadt zu starten. Entsprechend dem Standort wird das Hotel mit seinen 177 Zimmern im asiatischen Stil betrieben und ausgebaut. Das Lindner-Boutique-Konzept richtet sich an Business- und City-Reisende, die ihr Quartier in erster Linie als komfortable Unterkunft mit Mölichkeit zur schnellen Vernetzung, professionellem Arbeiten und Entertainment-Genuss auf hohem Niveau ansehen. Mittelpunkt des Hotels ist eine großzügige Bar-Lounge-Kombination mit urbanem Flair. Auf Tagungs- und Eventflächen, Spa und Restaurant wird verzichtet.

"Darüber hinaus ist es sehr interessant, bei einem ganz neuen Konzept in der Hotelbranche dabei zu sein."

Ein Zuhause auf Zeit möchte das Holiday Inn Hotel an der Toulouser Allee seinen Gästen bieten. Das Haus der Arcadia Hotelbetriebsgesellschaft geht im Herbst nächsten Jahres mit 209 modern eingerichteten Zimmern inklusive vier Suiten, 24 Executive Zimmern und fünf Studios für Langzeitaufenthalte an den Start. Im neuen Holiday Inn-Open-Lobby-Konzept gehen alle Bereiche fließend ineinander über und vermitteln mit warmen Farben eine unkomplizierte und gemütliche Atmosphäre. Ob kleines Frühstück "to go", ausgiebig vom Buffet frühstücken, arbeiten an der E-Bar, einen Snack genießen oder einen Cocktail trinken, jeder findet "seinen" Platz zum Verweilen, Arbeiten und Entspannen.

Im Herzen der Stadt, an der Ecke Berliner Allee/Graf-Adolf-Straße, entsteht im ehemaligen Kaufhof Galeria das neue Einkaufszentrum "Crown". Ins Erdgeschoss zieht der Lebensmittelspezialist Zurheide Feine Kost, auf dem Dach des Gebäudes ist ein weiteres Highlight des Düsseldorfer Hotelmarktes geplant. Konzipiert wurde der Umbau vom Düsseldorfer Architekturbüro RKW Architektur + . Die Arbeiten sind bereits angelaufen. Anfang 2017 soll das Hotel der Carat-Gruppe mit 190 Zimmern fertiggestellt sein.


Die 25hours Hotel Company hat mit der ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG einen langjährigen Mietvertrag für ein 200-Zimmer-Hotel im neuen Stadtviertel Le Quartier Central unterzeichnet. Das Hotel entsteht über 18 Etagen in einem Hochhaus der lokalen HPP-Architekten. Highlight werden Restaurant und Bar weit über den Dächern des Quartiers. "Dank prominenter Lage in Düsseldorf, Architektur, Konzept und unserer Marke hat das Hotel das Zeug, ein richtiges Wahrzeichen zu werden", meint Development Manager Florian Kollenz. Die Eröffnung auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Derendorf, am Louis-Pasteur-Platz 1, ist für Frühling 2018 geplant. Christoph Hoffmann, CEO der 25hours Hotel Company, ist vom Standort überzeugt. "Wir haben gute Erfahrungen gemacht mit neuen Stadtteilen zum Beispiel in der Hamburger HafenCity oder in Zürich West. Zwar braucht es anfänglich vielleicht etwas Durchhaltevermögen, bis die Nachbarschaft als solche angenommen wird, aber man hat die Chance, etwas Neues mitzugestalten. Das entspricht unserer Abenteuerlust." Warum zur Hölle Düsseldorf? Diese Frage bekommt der 25hours-Markenverantwortliche Bruno Marti dieser Tage öfters zu hören. "Warum nicht?": So lautet üblicherweise seine Gegenfrage. "Düsseldorf erscheint zwar nicht auf jeder Hipster-Landkarte, liegt aber im Herzen einer der wichtigsten deutschen Wirtschaftsräume. Kunst, Mode und Musik spielen in der Region eine wichtige Rolle. Außerdem, eine Stadt, in der Claudia Schiffer, Joseph Beuys und Kraftwerk zu Ruhm kamen, kann so schlecht nicht sein."


© 2015  Top Magazin Düsseldorf


"Die Baukunst ist auch eine Kunst. […] Verglichen mit zeitgenössischer Musik oder Malerei hat Architektur ein viel größeres Potential, normale Leute abzuholen, weil etwas einfach sehr gut funktioniert, etwas praktisch ist und schön."

Peter Zumthor, Schweizer Architekt



KÖ-BOGEN II  |  Ingenhoven-Tal  |  Stadtmitte

KÖ-BOGEN II Ingenhoven-Tal  Stadtmitte Foto Centrum Cadman
KÖ-BOGEN II | Ingenhoven-Tal | Stadtmitte | © 2017 Centrum Cadman

An der Schadowstraße entsteht bis Ende 2019 ein Einkaufs- und Bürohaus. Die Glasfassade ist 111 Meter lang. Links davon können die Menschen auf dem Dach des Dreiecksgebäudes sitzen.

FOTO: Centrum/Cadman


Die Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung von Stadtquartieren

 

Wie der richtige Mix an Immobilien und Menschen auch mit der Integration von Mikrowohn- und Apartment-Projekten gelingt, denn Düsseldorf ist eine der Single-Metropolen in Deutschland. Zu jedem zweiten Haushalt in der Stadt (genau 49,7 Prozent) gehört nur eine Person.

Genug passende Unterkünfte gibt es für diese Gruppe allerdings bei weitem nicht. Nur jede vierte Wohnung (26,2 Prozent) in der NRW-Landeshauptstadt bietet mit 1 oder 2 Zimmern die passende Größe. Und die Neubauten verstärken diese Diskrepanz leider weiter. Lediglich 15,1 Prozent der zwischen 2010 und 2014 errichteten Projekte haben maximal zwei Zimmer. Und auch bei den Baugenehmigungen liegt der Wert mit 18,6 Prozent weit unter dem benötigten Wert. Die Schere zwischen der Zahl der Single-Haushalte und passenden Wohn-Angeboten geht also in Zukunft noch weiter auseinander.

Bei dem Bedarf an besonderen Unterbringungsprojekten gibt es eine weitere Zielgruppe, die zu berücksichtigen ist. Nämlich diejenigen, die sich aus beruflichen oder privaten Gründen nur für einige Wochen oder Monate von ihrem eigentlichen Hauptwohnsitz entfernen und für diese Zeit eine zweite Unterkunft nutzen. In der Fachterminologie nennt man dies "Multilokales Wohnen". Dazu gehört unter anderem die immer größer werdende Schar an Projekt-Mitarbeitern oder Beratern, die etwa für drei oder vier Monate ein Unternehmen bei einer bestimmten Aufgabe unterstützen und dann zum nächsten Auftrag - oft in einer anderen Stadt - weiterziehen. Aber auch private Gründe, etwa weil sich die Familienmitglieder auf mehrere Städte verteilen, verstärkt zunehmend das Wohnen an mehreren Orten.

Bereits heute gibt es in Deutschland schätzungsweise 1,9 Millionen Haushalte, in denen die Menschen multilokal wohnen und leben. Das entspricht einem Anteil von fast fünf Prozent aller Haushalte. Dieser Gruppe werden angesichts steigender Mobilitätsansprüche in der Arbeitswelt sowie flexiblerer Lebensentwürfe zukünftig immer mehr Menschen hinzugerechnet. Umso wichtiger, dass bei Neubau-Projekten in den Zentrums-Lagen besser an diese Klientel gedacht wird.

Eine Immobilienentwicklung, die einen solchen, neuen Wohn-Bedarf im Blick hat, ist das Bauvorhaben der GBI AG am Düsseldorfer Hauptbahnhof, auf dem Gelände der dortigen ehemaligen Autoverlade-Station. Für die rund 17.000 Quadratmeter große, zwischen Harkortstraße, Graf-Adolf-Straße, Konrad-Adenauer-Platz und der Bahntrasse gelegene Fläche sollen nach dem Abschluss des Bebauungsplanverfahrens die Bauarbeiten Ende  2018 beginnen. Und zu dem dort geplanten Mix an Nutzungen gehören neben klassischen Hotels auch Apartment Hotels - also Zimmer mit Küchenzeile und zusätzlicher Ausstattung für längere Aufenthalte - sowie Studentenwohnungen, eine weitere Art des Multilokalen Wohnens.

In Düsseldorf kann man aus einem Bedarf für solche neue Wohnformen eine städtebauliche Tugend machen. Die Angebote für Projektmitarbeiter, Auszubildende oder Studenten können nämlich auch dazu beitragen, das Umfeld um den Düsseldorfer Hauptbahnhof, wieder in das städtische Leben zu integrieren. Es geht auch darum, in den entstehenden Gebäuden Menschen anzusiedeln, welche diesen Ort in künftig guter Lage Düsseldorfs als - vorübergehenden - Heimat-Standort annehmen und zudem den dort entstehenden öffentlichen Raum nutzen. Daher würden wir es auch sehr begrüßen, wenn im Zusammenhang mit unseren Bauaktivitäten, der Konrad-Adenauer-Platz eine neue Gestaltung erführe.

Da in den direkt an der Bahnstrecke gelegenen Unterkünften klassischer Wohnungsbau nicht umsetzbar ist, passen dafür ideal die Nachfrager temporären Wohnens, etwa der Apartment Hotels. Für diese wird über eine Gastronomie-Ansiedlung in den Erdgeschossen der benachbarten Hotels auch ein dringend benötigtes Angebot zur Verfügung gestellt.

Das Konzept ist klar: Die Studenten plus die Projektmitarbeiter oder andere Gäste mit längeren Aufenthalten werden einen Teil der freien Zeit im neu gestalteten, öffentlichen Raum rund um den Hauptbahnhof verbringen. Das macht das neu entstehende Areal attraktiv, lockt andere Gruppen an und trägt entscheidend zur Belebung des Standorts bei. Somit wird in Düsseldorf der richtige Mix an Immobilien und Menschen verwirklicht. Mit Hilfe der Immobilienentwicklung der GBI AG gelingt die Herausforderung einer nachhaltigen Entwicklung eines bislang eher stiefmütterlich behandelten Stadtquartiers.

© 2016 Heuer Dialog GmbH


"Es gibt keine Architekten mehr, nur noch Firmen, die Immobilienleute bedienen, das hat nichts mit Architektur zu tun."

 

Georg Heinrichs   Architekt und Stadtplaner


FÜRST & FRIEDRICH  Friedrichstraße  Friedrichstadt  Foto Art-Invest Real Estate
FÜRST & FRIEDRICH | Friedrichstadt © 2016 Art-Invest Real Estate

Die Liste der Bauobjekte zur Düsseldorfer Stadtentwicklung ist nicht vollständig und wird laufend ergänzt.

 

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