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Bauhaus baut Filiale in Rath

30.11.2018

 

Im "großen Monopoly-Spiel" von Rath ist der Bauhaus-Konzern nach 15 Jahren endlich zum Zuge gekommen. Und zwei weitere große Player haben ihre Karten für ein Bürohochhaus und ein Restaurant offen gelegt.

 

 

Mit deutlichen Worten geißelt Oberbürgermeister Thomas Geisel das "Rath-Monopoly" an der Theodorstraße. Damit meint er vor allem den Konkurrenzkampf zwischen Krieger (Höffner Möbelhäuser) und dem Einrichtungshaus Schaffrath. Derzeit wird auf höchster Ebene zwischen Stadt und Unternehmen weiter verhandelt.

 

Ansonsten überwiegen an diesem trüben Herbstmorgen im kleinen weißen Zelt auf der Brache an der Ecke Theodorstraße / Am Hülserhof Freude und Zuversicht. Bauhaus-Geschäftsführer Heinz Dieter Konrad präsentiert Presse und Politikern seine Baupläne:

 

Auf dem rund 40.000 Quadratmeter großen Grundstück (entspricht circa 5,5 Arena-Fußballfeldern) entstehen ein Fachzentrum mit 17.000 Quadratmetern Verkaufsfläche (etwa 2,25 Fußballfelder) inklusive Stadtgarten und Drive-In-Arena. Rund 100 Mitarbeiter und Auszubildende kümmern sich um die Besucher, für die es 375 Parkplätze gibt. Bis zum Herbst 2019 soll das Bebauungsplanverfahren abgeschlossen sein, im Frühjahr 2017 ist die Eröffnung geplant.

 

Nicht einmal einen Kilometer Luftlinie entfernt steht seit 17 Jahren der "OBI"-Baumarkt. Konrad sieht das positiv: "Der Verbraucher hat eine größere Auswahl. Konkurrenz belebt das Geschäft, und wir bieten als Fachzentrum ein deutlich breiteres und ergänzendes Sortiment." Parallel mit "Bauhaus" baut die Stadt-Tochter IDR (Industrie Terrains Düsseldorf) auf dem rund 9000 Quadratmeter großen Nachbargrundstück das Bürogebäude "I-u". Das große "I" steht für ein 15-geschossiges Hochhaus, das eine städtebauliche "Landmarke" setzen soll, das kleine "u" für ein Gebäude in U-Form mit bis zu sieben Geschossen. Die gesamte Bürofläche beträgt rund 28.000 Quadratmeter. Auch hier sollen die Bauarbeiten im Herbst 2019 beginnen.

 

Am anderen Ende dieses Theodorstraßen-Abschnitts, neben Werkzeughersteller Hilti, an der Ecke der Straße Gut Heiligendonk, eröffnet in einer Woche, am 7. Dezember, die Restaurantkette "L’Osteria" ihre 102. Filiale. Geschäftsführer Thomas Wentz: "Wir haben gemeinsam mit der IDR rund 3,5 Millionen in ein Restaurant mit typisch italienischem Osteria-Feeling investiert." 250 Sitzplätze innen, weitere 150 außen und 70 Parkplätze sollen täglich zwischen 11.30 Uhr und Mitternacht mindestens 500 Gäste anlocken. 

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Höffner   Theodorstraße   Rath   Foto: Andreas Endermann
Höffner | Theodorstraße | Rath Foto: Andreas Endermann

Möbelhändler Schaffrath startet neue Offensive

06.06.2018

 

Der Düsseldorfer Möbelhändler möchte an der Theodorstraße in Düsseldorf-Rath ein Konzept mit vier Fachmärkten umsetzen. Konkurrent Krieger (Höffner) muss für sein Areal Änderungen beim Sortiment vornehmen. Politiker befürchten eine Hängepartie.

 

Über Monate schwelte um Grundstücke an der Theodorstraße der "Möbelkrieg von Rath". Die Unternehmen Krieger (unter anderem Marke Höffner) und Schaffrath konkurrierten um die Erlaubnis, an diesem Standort große Möbelmärkte errichten zu dürfen. Die Politik war gespalten, CDU und SPD votierten mit Oberbürgermeister Thomas Geisel im vorigen Jahr schließlich für Krieger. Grüne und FDP machten sich für Schaffrath stark, auch weil dies ein regionales Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf ist. Jetzt lebt der Konflikt auf: Während es bei Krieger offene Fragen gibt, startet Schaffrath eine neue Offensive. "Wir reichen eine Bauvoranfrage für vier Fachmärkte ein", kündigt Geschäftsführer Marc Fahrig an. Selbständige Einheiten, je 8000 oder 10.000 Quadratmeter groß, es gebe bereits Interesse von dritter Seite. "Wir würden sofort bauen."

 

Die Theodorstraße liegt strategisch günstig in Flughafennähe und zwischen den Autobahnen 44 und 52. Es gibt aktuell drei große Areale, die entwickelt werden können. Bauhaus hat gerade sein Konzept mit Baumarkt und Büros öffentlich gemacht. Krieger erhielt den Zuschlag für 59.000 Quadratmeter Verkaufsfläche. Jetzt ist dieses Projekt "merkwürdig in der Schwebe", wie CDU-Planungsexperte Alexander Fils sagt. Zwar wurde mit der Bodensanierung begonnen, dann aber überraschte das Unternehmen im März mit einer Planänderung. Statt dreier sollen nun nur noch zwei Möbelhäuser entstehen: der Mitnahmemarkt Sconto und das Haupthaus Höffner. Designermöbel (Kriegerhome) dagegen wird es im ehemaligen Autohaus Brüggemann nun nicht mehr geben. Es soll fallen, die Fläche zwischen Skonto und Höffner aufgeteilt werden.

 

Laut Planungsamtsleiterin Ruth Orzessek-Kruppa wartet die Stadt zudem seit Januar auf neue Zahlen zu den Sortimenten. Dieser Punkt könnte der größte Knackpunkt für die Baugenehmigung werden. Große Einzelhandelsansiedlungen unterliegen landesplanerischen Vorgaben. Krieger wolle 5510 Quadratmeter zentrenrelevanter Sortimente verwirklichen, möglich sei aber nur die Hälfte, heißt es aus der Stadtverwaltung. Zu diesen Sortimenten gehören u.a. Home-Textilien und andere Dinge des täglichen Bedarfs - Angebote, die für die Wirtschaftlichkeit von Fachmärkten wichtig sind. Mit den strengen Auflagen jedoch will man die Innenstadtlagen schützen, die Stadt muss diese Vorgabe umsetzen. Schaffrath kündigt für seine Pläne deswegen an, nur gut ein Prozent dieser Sortimente anbieten zu wollen. Planungsdezernentin Cornelia Zuschke hält den Vorstoß von Schaffrath für "interessant", man werde ihn prüfen.

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Möbelhäuser an der Theodorstraße FOTO Höffner
Höffner | Theodorstraße | Rath Foto 2018 © Animation Höffner

Düsseldorf droht ein neuer Möbel-Krieg
23.02.2018


Die weitgehend geänderten Pläne des Unternehmers Kurt Krieger für sein Höffner-Möbelhaus in Rath haben bei Bezirkspolitikern und Verwaltung für heftige Irritationen gesorgt. Krieger hatte den Plan für einen Skonto-Mitnahmemarkt neben dem Haupt-Möbelhaus überraschend aufgegeben und will stattdessen nun ein riesiges Logistikzentrum auf dem Gelände errichten. Das bekräftigte er am Mittwochabend bei einer Versammlung in Rath und verknüpfte das Schicksal des Gesamtprojektes mit der Änderung. "Aus heutiger Sicht kann ich nur beides zusammen bauen", sagte Krieger und begründete das mit den geänderten Bedingungen und Herausforderungen für den Handel. Die anwesenden Politiker stellten dagegen in Frage, ob so ein Hochregallager überhaupt umgesetzt werden kann. "Sie können sicher sein, dass wir das in der Bezirksvertretung so nicht genehmigen werden", erklärte etwa Rolf Wieroszewsky (FDP).

"Das hat uns schon ein Stück weit geschockt", sagte auch Planungsdezernentin Cornelia Zuschke über die Pläne. Sie stellte klar, dass das weit fortgeschrittene Planungsverfahren nicht einfach fortgeführt werden kann, wenn mit dem 44 Meter hohen Lager eine komplett neue Komponente dazukomme: "Solche Pläne gehen nicht einfach mal eben so mit." Immerhin habe man immer im Blick gehabt, dass man ein Stück Stadt mit Aufenthaltsqualität schaffen wolle, jetzt müsse man aber neben der Optik des Lagers auch die Auswirkungen durch zusätzlichen Lkw-Verkehr betrachten.

Zuschke bot Krieger an, man könne die Pläne möglicherweise zweiteilen. Auf diese Weise würde die Planung für das Möbelhaus ohne Verzögerung vorangetrieben, während man getrennt davon das Logistikzentrum in allen Schritten prüft. Eine Zustimmung Kriegers scheint aber unwahrscheinlich, weil er dann zunächst ohne Garantie für das von ihm zur Bedingung gemachte Logistiklager bauen müsste.

Die Stimmung zwischen Dezernentin und Unternehmer war hörbar angespannt, Zuschke fühlte sich von Krieger mangelhaft informiert. Während der sich jovial gab und das Gespräch bei der Stadt lobte ("Es war sehr freundlich, ich bin nicht rausgeflogen"), mochte die Planungsdezernentin nicht den Eindruck von Harmonie entstehen lassen: "Es war sehr deutlich!" Sie forderte Verkehrsgutachten und eine präzise Betriebsbeschreibung und betonte, dass die Stadt im Verfahren zügig auf alles regiert habe: "Die Vollbremsung hat jetzt er gemacht."

Auch CDU-Planungsexperte Alexander Fils sprach von einem "kleinen Schock". Er gab sich zwar milde in der Beurteilung des Entwurfs für das verglaste Logistikzentrum ("Ich habe noch nie so ein schönes Hochregallager gesehen"), wies aber darauf hin, dass man von einem etwa 15 Stockwerke hohen Gebäude spreche: "Man muss fragen, ob das der richtige Bau ist direkt an einem Einfallstor für die 300.000 Einpendler in die Stadt." Dazu komme die Frage, ob die Kreuzungen im Umfeld die Aufnahmekapazität für so umfassenden Lieferverkehr hätten. Die CDU-Bundestagsabgeordnete Sylvia Pantel, die zu dem Abend geladen hatte, sagte, man müsse auch im Blick halten, ob der Bau halten könne, was die Animation verspreche: "Und dass es kein Trümmerhaufen wird." 

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Neubau: Krieger-Gruppe plant Lager

15.02.2018

 

Der Möbelkonzern Krieger mit Sitz in Schönefeld will im Düsseldorfer Stadtteil Rath ein Logistikzentrum errichten. Das berichtet die „Rheinische Post“ in ihrer Online-Ausgabe vom 14. Februar. Demzufolge soll das Unternehmen seine ursprünglichen Pläne begraben haben, drei Möbelhäuser in der Theodorstraße bauen zu lassen, neben Höffner noch ein Haus der Luxuslinie Krieger Home sowie ein Gebäude für die preiswerte Linie Sconto. Der Zeitung zufolge entsteht nun nur ein Höffner-Möbelhaus sowie das große Lager. In das Haus integriert wird Krieger Home. Die Pläne für die Linie Sconto seien dagegen ad acta gelegt worden.

 

Insgesamt sollen statt der angedachten 50 bis 60 Millionen Euro nun bis zu 100 Millionen Euro investiert werden – dazu kommt der Kaufpreis des Grundstücks. Bisher verfügt der Konzern über drei große Logistikzentren in Deutschland: in Hamburg, Berlin und Leipzig. Dazu kommen mehrere kleine Lager in Süddeutschland. Die Ursache für die geänderten Pläne liegen laut Inhaber Kurt Krieger an den veränderten Konsumgewohnheiten der Menschen beim Möbelkauf. Die Kunden würden die Waren bestellen und sie dann abholen kommen, sagte der Firmenchef laut des Zeitungsberichts. Er hofft, dass die Anlagen im Jahr 2020 eröffnet werden können.

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Schaffrath  Theodorstraße  Rath   Foto: Cadman
Schaffrath | Theodorstraße | Rath Foto: Cadman

Wie es Schaffrath nicht nach Rath schaffte

30.08.2016

 

Seit dem Jahr 2000 bemüht sich das regionale Unternehmen, an der Theodorstraße in Rath ein Möbelhaus zu bauen. Dreimal wurde es von den jeweils Regierenden im Rathaus enttäuscht, will dem Standort Düsseldorf aber treu bleiben.

 

Wo heute der ISS Dome steht, sollte eigentlich ein großes Möbelhaus gebaut werden. Im Jahr 2000 hatte das Mönchengladbacher Unternehmen Schaffrath, das seit drei Jahrzehnten mit einem Möbelhaus in Bilk vertreten ist, mit dem damaligen Oberbürgermeister Joachim Erwin (CDU) entsprechende Gespräche aufgenommen. Es war für das Traditionsunternehmen der Beginn einer Grundstücks-Odyssee an der Theodorstraße in Rath - mit unerfreulichem Ausgang. Nach 16 Jahren und mehrfachem Hin und Her unter verschiedenen Rathaus-Chefs hat sich eine Mehrheit aus CDU und SPD (inklusive Oberbürgermeister Thomas Geisel) im Rathaus entschieden, dem Schaffrath-Konkurrenten Krieger (u.a. Marke Höffner) aus Berlin, der ebenfalls Grundstücke an der Theodorstraße besitzt, den Zuschlag für ein Möbelhaus zu geben. Nur Grüne und FDP stimmten für Schaffrath, sahen dessen Konzept als qualitätsvoller an.

 

Morgen stehen die Änderung des Flächennutzungsplans und das Bebauungsplan-Verfahren für das Modell von Krieger auf der Tagesordnung des Planungsausschusses. Das Konzept sieht auf dem 14,7 Hektar großen Areal zwischen Theodorstraße, Am Hülserhof und der A 52 ein Haupthaus der Marke Höffner sowie einen Möbelmarkt im niedrigen Preissegment (Sconto) und einer für Designermöbel (Kriegerhome) vor. Die Verkaufsfläche ist mit 59.000 Quadratmetern angesetzt - was Schaffrath irritiert: "Uns wurde als Maximum immer eine Verkaufsfläche von 40.000 Quadratmetern genannt. Daran haben wir uns mit unserem Konzept immer orientiert", sagt Geschäftsführer Marc Fahrig. Eine Antwort, warum das für Krieger nicht gelten soll, habe es von der Stadtverwaltung nicht gegeben. Nicht nur die Größe fanden FDP und Grüne, lange Zeit aber auch die CDU im Rathaus, attraktiver als die Dimensionen von Krieger. Alexander Fils (CDU), Vorsitzender des Planungsausschusses, "hat uns beglückwünscht, dass wir mit Abstand das beste Konzept vorgelegt hätten". Auch die Bezirksvertreter, die sich jetzt einstimmig für Krieger aussprechen, seien einst bei der persönlichen Vorstellung begeistert gewesen. Architektonisch sah Schaffrath auf seinem Grundstück östlich des ISS Dome einen schmalen gläsernen Gebäuderiegel aus organisch geformten, hintereinander angeordneten Scheiben vor. Krieger will auf seinem Areal die drei Häuser U-förmig anordnen, soll aber noch verpflichtet werden, einen Fassadenwettbewerb durchzuführen.

 

Friedhelm Schaffrath, Chef des Unternehmens, hat nach der Vorentscheidung in den Gremien einen Brief an die Ratsfraktionen geschrieben. Die Nachricht habe sein Unternehmen und ihn "sehr getroffen und zutiefst berührt". Nach mehr als 30-jähriger Präsenz als "lokal verwurzeltes, mittelständisches Unternehmen", das in Düsseldorf seinen Sitz hat und seit langem auf der Suche nach Expansionsmöglichkeiten in Düsseldorf ist, sei diese Entwicklung "ein harter Schlag für uns". Ziel sei, weitere Arbeitsplätze in der Region schaffen, das Unternehmen sei zukunftsträchtig aufgestellt, mit seiner Frau eine erfahrene Unternehmerin als Nachfolgerin bestimmt. Er bittet darum, die Entscheidung zu überdenken und die "Entwicklung eines lokalen mittelständischen Unternehmens" zu fördern. Schaffrath erinnert daran, wie oft seinem Unternehmen "aus nicht selbstverschuldeten Gründen durch Entscheidungen einzelner Personen" Expansionsmöglichkeiten in Rath verwehrt blieben.

 

In der Tat ist es eine zumindest verwunderliche Geschichte: Im Jahr 2000 will der damalige Rathaus-Chef Erwin die Theodorstraße zum modernen Gewerbestandort entwickeln, eines der Grundstücke scheint Schaffrath und ihm optimal für ein Möbelhaus. Doch dann entsteht die Idee, nicht nur das Stadion in Stockum durch eine neue Arena zu ersetzen, sondern an der Theodorstraße noch ein Stadion für Eishockey und andere Events zu bauen. Auf dem von Schaffrath avisierten Grundstück. Man setzt sich im Mai 2002 erneut zusammen, Erwin sagt Schaffrath ein 42.000 Quadratmeter großes Ersatzgrundstück an der Theodorstraße zu, falls das Unternehmen die Fläche für den späteren Dome freigibt. Schaffrath stimmt zu. Schon im Juli 2002 wird dem Aufsichtsrat der zuständigen Grundstücksentwicklungsgesellschaft (GED) eine entsprechende Empfehlung vorgelegt. Darin verpflichtet sich die GED, kein weiteres Möbelhaus auf ihren Flächen an der Theodorstraße anzusiedeln. Im November 2002 bekräftigt Schaffrath, das Areal für zwölf Millionen Euro kaufen zu wollen. Doch kurz vor dem Notartermin macht die GED einen Rückzieher. Offenbar hat man einen anderen Käufer gefunden: BMW zeigt Interesse für ein neues Autohaus - es eröffnet 2008.

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